Prämierte Projekte

Kategorie 1
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Ausgezeichnet wurden Projekte, die aus dem Programm für Ländliche Entwicklung (LE 07-13) gefördert wurden, das Thema Kulturlandschaft und biologische Vielfalt in den Mittelpunkt stellen und zu einer positiven Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen.
Die eingereichten Projekte mussten sich bereits in Umsetzung befinden oder abgeschlossen sein bzw. mussten die Flächen oder Aktionen Österreich betreffen. Grenzüberschreitende Projekte und Aktionen waren ebenfalls willkommen. Teilnahmeberechtigt waren Privatpersonen ebenso wie Gemeinden, Regionen, regionale Initiativen, Vereine, Tourismuseinrichtungen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und NGOs.

 

Sieger!!!

TEAM Karwendel – Dein Einsatz für die Natur

Viele Menschen verbringen ihre Freizeit gerne in der Natur, in den Bergen, und nutzen diese als Erholungsort. Viele dieser Erholungssuchenden sind auch bereit, sich aktiv für die Natur einzusetzen. Hier setzt die Freiwilligenplattform „TEAM Karwendel“ des Vereins Alpenpark Karwendel an. Sie fordert Gäste im Karwendel dazu auf, selbst einen Beitrag zum Erhalt der Region und der Natur zu leisten. Freiwillige können sich der Alm- und Biotoppflege widmen, Zaunreparaturen durchführen oder sich mit der Bekämpfung von Neophyten auseinandersetzen. Auch an der Renaturierung von Almteichen kann man sich beteiligen. Die manuellen Tätigkeiten bieten eine Abwechslung zum Arbeitsalltag, schaffen zugleich aber auch ein Verständnis für die Landwirtschaft und den Naturschutz sowie einen emotionalen Bezug zur Kulturlandschaft. Die Plattform ist kostengünstig und effektiv. Sie bindet Menschen aus der Stadt in die Naturschutz arbeit ein und übernimmt eine Brückenfunktion zwischen Stadt und Land. Die Arbeit der Landwirtinnen/Landwirte und NaturschützerInnen kann aktiv erlebt und verinnerlicht werden. Durch Begeisterung wird Tun zu Wissen.

Eingereicht von Verein Alpenpark Karwendel

 

Entschärfung von Weiderosten als Amphibienfalle

Weideroste stellen für Amphibien sowie weitere Kleintiere eine große Gefahr da. Unzählige Tiere verenden jährlich in den Hohlräumen unterhalb der Weideroste, aus denen es für sie kein Entkommen gibt. Die ARGE Amphibienschutz bemühte sich daher um eine einfache, aber effiziente Lösung des Problems: In einem ersten Schritt wurden jene Weideroste in Tirol ermittelt, die besonders häufig zu Tierfallen werden, sowie die Dimensionen des Problems in ganz Österreich analysiert. Anschließend wurde eine flexibel montierbare und preisgünstige Aufstiegshilfe entwickelt, die es gefangenen Tieren ermöglicht, die Hohlräume unterhalb der Weideroste zu verlassen. Nicht zuletzt wurde mit betroffenen Landwirtinnen und Landwirten kooperiert sowie ein Informationsfolder gedruckt, um die Öffentlichkeit zu informieren.

Durch die Entwicklung der Aufstiegshilfe konnte ein Beitrag zum Tier- und Artenschutz und zur Verbesserung der Situation von bedrohten heimischen Amphibien geleistet werden. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie auch mit geringem Budget weitreichende Effekte erzielt werden können.

Eingereicht von ARGE Amphibienschutz

 

Alte Obstsorten wiedersehen & wiederschmecken

Historische Obstsorten sind in der heutigen Zeit vielfach selten geworden. Um einen Fortbestand dieser wohlschmeckenden und genetisch wertvollen Obstsorten zu sichern, gilt es, das Bewusstsein um ihren Wert wiederzubeleben und zu heben. Das Projekt des Naturparks Obst-Hügel-Land griff das Thema nun auf vielfältige Weise auf und konnte so ganz unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Eine Broschüre zu alten Obstsorten wurde entwickelt, ein Kreativwettbewerb mit Schulen durch geführt und eine Obstsortenverkostung abgehalten. Zudem wurden der „Kindergartenapfel“ sowie die „Traumbaumaktion“ ins Leben gerufen. Mit der Obstsorten-Datenbank sowie der Beschilderung des Obstlehrgartens in St. Marienkirchen wurde versucht, die Vielfalt an seltenen und traditionellen Obstsorten und -arten in Oberösterreich und deren Wichtigkeit zu dokumentieren.

Alte Obstsorten sollen mithilfe dieses vielfältigen Projekts nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickelt werden, damit die landschaftsprägenden Obstbestände auch in Zukunft die Landschaft und die Sinne bereichern und vielen Tierarten Lebensraum bieten.

Eingereicht von Naturpark Obst-Hügel-Land

 

Weidelamm-Anteilsscheine

Das Natura-2000-Schutzgebiet „Südburgenländisches Hügel- und Terrassenland“ weist eine überaus strukturierte Weingartenlandschaft mit wertvollen Lebensräumen und prioritären Arten auf. In den letzten Jahren wurden viele der nur wenige Ar großen Weingärten aufgegeben, die Magerwiesen dazwischen verbrachten. Der Verein BERTA entwickelte nun im Rahmen eines Leader-Projekts ein Konzept zur Rekultivierung dieser Flächen: Die steilen Flächen werden von zwei Bauern mit Schafen extensiv beweidet und so erhalten und gepflegt. Zum Aufbau der Herden wurden sogenannte „Schaf-Aktien“ entwickelt – ein Vorfinanzierungssystem, bei dem außenstehende Personen Scheine à 50 Euro erwerben können, mit dem Schein innerhalb der nächsten Jahre zwei Kilogramm Weidelammfleisch erhalten, gleichzeitig durch den Erwerb der Scheine aber auch Fortbestand und Ausweitung der Schafherden mitfinanzieren.

Durch die „Schaf-Aktien“ wird nicht nur die Wirtschaft in der Region angekurbelt und die Landwirtschaft gestärkt, sondern auch ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und Kulturlandschaft in einem Natura-2000-Gebiet geleistet.

Eingereicht von Verein BERTA

 

Wenn Vermieter und Gäste lustvoll ins Gras beißen

Um die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft zu intensivieren und Touristen die Bedeutung von Landwirtschaft, Naturschutz und Kulturlandschaft besser vermitteln zu können, riefen die Naturparke Steiermark 2011 ein umfassendes Projekt ins Leben: Sieben Naturparks und 92 Beherbergungsbetriebe erarbeiteten zusammen mit Naturparkmanagements, Naturparkführerinnen und -führern sowie externen Expertinnen und Experten Konzepte, um die Themen Artenvielfalt und öko logische Ressourcen besser an ihre Gäste vermitteln und so zum Erhalt der Kulturlandschaft beitragen zu können.

An Marketing und Innengestaltung der Betriebe wurde gefeilt, das kulinarische Angebot adaptiert. Die vorhandenen ökologischen Ressourcen wurden in das Betriebsumfeld integriert und ein Ideenkatalog zum „naturtouristischen Potenzial“ der Betriebe entwickelt. Die involvierten Betriebe erhalten so eine neue Kompetenz und fungieren als Kommunikatoren für den Naturschutz und den Wert der Natur. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, den Bekanntheitsgrad der beteiligten Regionen zu stärken.

Eingereicht von Naturparke Steiermark

 

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