Agrar.Projekt.Preis 2009

Ca. 750 Projekte wurden in sieben Ausschreibungen beim Agrar.Projekt.Preis von 1999 bis 2009 eingereicht. Jene 535 Beispiel, die von der Jury als wirtschaftlich nachhaltig und erfolgreich eingestuft wurden finden Sie unter www.agrarprojektpreis.at.

Agrar.Projekt.Preis.Image

93 Projekte 2009

Fotos vom Fest der Projekte

Weitere Informationen finden Sie unter www.agrarprojektpreis.at

Agrar.Projekt.Preis – Solarkraftwerk Südösterreich und Sulmtaler Huhn sind die besten Beispiele 2009

Die „BESTEN BEISPIELE 2009“ stehen fest: „Größtes Solarkraftwerk Südöster-reichs“ in der Kategorie Einzelprojekte und „Sulmtaler Huhn“ in der Kategorie Gemeinschaftsprojekte. Der Sonderpreis ging an die „Dirndl-Edelbrand-Dörrobstgemeinschaft“.

Mit Spannung, Unterhaltung und Information wurden am 16. November im Stift Ossiach, beim „Fest der Projekte“ die Sieger des diesjährigen Agrar.Projekt.Preises 2009 bekannt gegeben. Aus insgesamt 117 eingereichten Projekten ernannte eine Jury sechs Bundessieger und vergab den Sonderpreis „Regionale Vernetzung“. Der Kärntner Landessieger wurde am Fest der Projekte aus zehn Kärntner Projekten vom Publikum gewählt. Organisiert wurde das „Fest der Projekte“ von den Landwirt-schaftskammern gemeinsam mit Netzwerk Land – der neuen Servicestelle des Le-bensministeriums zur Begleitung und Vernetzung des Programms Ländliche Ent-wicklung 2007 – 2013.

In der Kategorie Einzelprojekte siegte das „Größte Solarkraftwerk Südöster-reichs“ von Franz Dorner aus St. Gertraud in Kärnten. Im Lavanttal auf 1.300 Meter  Seehöhe hat Franz Dorner die unbenützten Dächer seiner zwei Hühnerställe zu einem Photovoltaik-Kraftwerk umfunktioniert und sich so als Solar-Pionier ein zweites Standbein geschaffen. Sein Solarkraftwerk produziert jährlich auf 1.800 m2 großen Kollektorflächen 300.000 kWh Strom - das entspricht dem Verbrauch von 120 Haus-halten. Der erzeugte Solarstrom gelangt über eine eigens errichtete Hochspannungs-leitung (1,2 km) zu einem Einspeistarif von 60 Cent/kWh in das öffentliche Netz der Kelag. Die in Strom umgewandelte Sonnenenergie ist eine extrem hochwertige Energieform.

Den zweiten Platz in dieser Kategorie belegte das Projekt „Baumhotel“. Fast jeder hatte den Kindheitstraum einmal in einem Baumhaus zu schlafen. Rosa Maria und Johann Schopf aus Kopfing in Oberösterreich ließen diesen Traum Wirklichkeit werden. Hoch oben, rund zehn Meter über dem Erdboden, thronen im Herzen des Naturparks Baumkronenweg sechs Baumhäuser, die neben einer atemberaubenden Aussicht jeden Komfort bieten - die „Baumhotels“.
Auf dem dritten Rang folgt das Projekt „Pannonischer Safran“. Dieses hochwertige Produkt wird unter strengsten Vorgaben bezüglich Qualität sowie Reinheit erzeugt und als heimisches Produkt angeboten. Die ARGE Pannonischer Safran aus Klingenbach im Burgenland konnte mit dieser Regionalmarke den Landwirten eine zusätzliche Einkommensquelle erschließen.

Der Titel „DAS BESTE BEISPIEL 2009“ geht in der Kategorie Gemeinschaftspro-jekte an das Projekt „Sulmtaler Huhn“ von der Sulmtaler Vermarktungs-GmbH aus Grossklein in der Steiermark. Beinahe ausgestorben, verdrängt von der industriellen Massenproduktion erfährt seit Kurzem das Sulmtaler Huhn mit seiner unvergleichbaren Qualität eine Renaissance und erobert seinen Platz als begehrtes Geflügel in der guten Küche zurück. In der Sulmtaler Vermarktungs-GmbH haben sich 15 Landwirte der Aufzucht und Mast dieses Edelhuhns verschrieben. Durch das Projekt sehen viele Bauern im südsteirischen Hügelland eine gute Möglichkeit mit einem hochwertigen Nischenprodukt aus ihren kleinen Landwirtschaften ein interessantes Zusatzeinkommen zu erzielen.

Den zweiten und dritten Platz in der Kategorie Gemeinschaftsprojekte belegten die Projekte „Wertholzsubmissionen Österreich“ und „Kärntner Almheu“.
Seit neun Jahren beschreiten die Waldverbände von Nieder- und Oberösterreich sowie der Steiermark mit der Organisation von Wertholzsubmissionen einen innovativen Weg der Holzvermarktung. Sowohl für die Waldbesitzer als auch für die Holzverkäufer stellt dies eine optimale Absatzmöglichkeit für Werthölzer dar.

In Oberkärnten haben sich 15 Bergbauern zur Arbeitsgemeinschaft Kärntner Almheu zusammengeschlossen. Sie wollen einen Teil ihres Heus speziell ernten, trocknen, lagern und als hochwertiges Produkt vermarkten. Die Vermarktung dieses Almheus ist aber nicht nur eine lukrative Einnahmequelle, es wird auch die Tradition der Bergmahd weitergeführt und die Vielfalt sowie der Erhalt der wertvollen Almwiesen durch die Mahd unterstützt.

In der Kategorie Sonderpreis stand die „Regionale Vernetzung“ im Mittelpunkt. Das Siegerprojekt „Pielachtaler Dirndlprodukte“ wurde vom Verein Dirndl-Edelbrand-Dörrobstgemeinschaft in Kooperation mit der Regionalplanungsgemein-schaft Pielachtal aus Kirchberg in Niederösterreich eingereicht. Die Verarbeitung der Dirndlfrucht (Kornelkirsche) zu verschiedensten Produkten erlebte im Pielachtal durch die Kooperation zwischen Produzenten, Gastronomie und Tourismus eine un-wahrscheinliche Renaissance und bringt dadurch eine Wertschöpfungssteigerung in der Region.
Neben beeindruckenden Projektpräsentationen wurde den Besuchern beim „Fest der Projekte“ ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten. Leopold Neuhold, Professor für Ethik und Christliche Gesellschaftslehre an der Uni Graz, sprach über „Werte im Wandel – Wirtschaft in der Krise“. Zu den Highlights gehörte auch das Impulsreferat „LE 07-13 – Erfolg durch Vernetzung“ von Reinhard Mang, Generalsekretär des Lebensministerium, sowie der prominent besetzte „Kärntner Runde Tisch“. Für Stimmung und Unterhaltung sorgten das Kabarett „Storemania – die Superstars des Bauernmarkts“, das LK-Quintett und der Kammerchor Wörthersee. Kärntnerische Köstlichkeiten verleiteten nicht nur zum Zugreifen, sondern auch zum gemütlichen Zusammensein und Gespräch.

Artikelaktionen