Karl Totter - Besonders wirtschaftlich

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Einreichender Betrieb:

Karl Totter
Mureck, Steiermark

Nachhaltiges und ganzheitliches Denken – mit diesen Begriffen wurde der junge Karl Totter bereits früh in der HBLA im steirischen Raumberg konfrontiert. Erst mit der Zeit hat er gelernt, was diese Begriffe wirklich bedeuten. Heute bezeichnet sich Karl Totter als nachhaltig und ganzheitlich denkender Mensch. Seit 1992 gibt es in seinem Betrieb keinen fossilen Treibstoff mehr, sondern ausschließlich Biodiesel vom eigenen Feld. Das große Ziel von Karl Totter ist es, seinen Betrieb bis 2012 energieautark zu machen.
Neben der landwirtschaftlichen Tätigkeit arbeitet Totter noch Teilzeit als Geschäftsführer der SEBA (SonnenEnergieBürgerInnenAnlage) und als zweiter Geschäftsführer der beiden Firmen Nahwärme Mureck und Ökostrom Mureck. (Alle drei Firmen gehören zu den Bioenergiebetrieben Mureck.)

Effizienz und Kooperation
Im Jahr 2007 stellte Karl Totter seinen Hof neben dem Ackerbau auf einen reinen Schweinemastbetrieb mit 900 Mastplätzen um, den er als Einmannbetrieb führt.
In den letzten vier Jahren ist es ihm gelungen, die Tageszunahmen auf 920 g bei 59 % Muskelfleischanteil zu steigern und die Verluste auf unter 1 % zu reduzieren. Um das zu erreichen, sind Ferkelherkunft, Stallklima, konsequentes Management sowie gute Futterqualität von entscheidender Bedeutung.
Als weiteres Einkommensstandbein wurde neben der Beteiligung an einem Biomasseheizwerk und einer Biogasanlage in Mureck im Jahr 2010 ein Biomassemikronetz realisiert, über das vier Wohnhäuser mit Wärme aus Waldhackgut versorgt werden.
Um am Acker effizienter zu werden und vor allem Kosten zu sparen, verzichtet Totter  unter gewissen Voraussetzungen  auf eine Herbstackerung.
Der Betrieb Karl Totters ist Mitglied der Traktorgemeinschaft Radkersburg. Der Anbau und die Ernte der Kulturen werden durch den Maschinenring bzw. durch einen Lohnunternehmer erledigt. Neben seinen Aufgaben als Vorstandsmitglied der Traktorgemeinschaft Radkersburg, der Freiwilligen Feuerwehr Eichfeld und des Bauernbundes, Ortsgruppe Eichfeld, ist für den jungen Unternehmer die Funktion des Obmann-Stellvertreters der SEEG, der Südsteirischen Eiweiß- und Energieerzeugergenossenschaft, die spannendste und zeitaufwendigste Tätigkeit. Hier kann er seine Überzeugung, dass es in Zukunft nur mit Nutzung erneuerbarer Energiequellen gehen wird, sinnvoll einbringen.

Für eine lebenswerte Umwelt
„Unser Handeln sollte so ausgerichtet sein, dass den Kindern und Kindeskindern eine lebenswerte Umwelt hinterlassen werden kann,“ meint Karl Totter, dem seine Familie sehr wichtig ist. Sonntag ist Familientag, an dem auch nicht gearbeitet wird. Die größte Leidenschaft der Familie ist das Schifahren. Zwei Wochen im Jahr gönnt sich die Familie einen gemeinsamen Urlaub. Auch spontane Kurzaufenthalte, manchmal auch ohne Kinder, gibt es immer wieder. Harmonische Beziehungen sind für das tägliche Leben besonders wichtig, und sie werden daher von der Familie auch ständig gepflegt.

Agrar.Preis 2011
Betriebsdaten
- 76 ha mit Ackerland (Getreide, Mais, Ölkürbis, Raps) und Wald 
- Schweinemast mit durchschnittlich 900 Mastplätzen
- Einmannbetrieb

 

Der Preis wurde von "LBG-Österreich" gesponsert!

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