Familie Hofstetter - Besonders lohnender Nebenerwerb

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Einreichender Betrieb:

Gerlinde und Leopold Hofstetter
Seitzersdorf-Wolfpassing, Niederösterreich

Die Familie Hofstetter betreibt ihren landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich im Nebenerwerb. Leopold Hofstetter arbeitet im Schichtdienst und hat deshalb während der Woche einige freie Tage, an denen er sich um die Landwirtschaft kümmern kann. Seine ebenfalls berufstätige Frau unterstützt ihn dabei.
Rund zwei Drittel der Grundstücksflächen liegen in Grafenwörth-Feuersbrunn, rund 30 km vom Wohnort der Familie in Seitzersdorf-Wolfpassing entfernt. Die langen Fahrtwege erschweren eine andere Betriebsausrichtung. Rund ein Drittel der Grundstücksflächen liegt im Bereich des Wohnorts. Die arbeitsintensiven Weingartenflächen wurden, bis auf 1,2 ha für den Eigenverbrauch, verpachtet. Als Feldfrüchte werden schon seit Jahrzehnten Weizen, Gerste, Mais und Zuckerrüben angebaut, alternativ dazu Körnerraps (Rapso) und Sonnenblumen. Seit Kurzem werden auch Dinkel und Kümmel kultiviert, da diese hervorragend zur Fruchtfolge und Arbeitstechnik passen. Außerdem ist der Preis für entspelzten Dinkel und Kümmel besser als für die üblichen Marktfrüchte. Der Betrieb wird auch in Zukunft den Anbau neuer Produkte ausprobieren, um sich nicht völlig den großen Preisschwankungen des Marktes auszuliefern.

Viel Fleiß und viel Know-how
Die Familie Hofstetter erhält ihren langsam größer werdenden Betrieb mit viel Fleiß. Ziel ist es, ihn für die nächsten Generationen zu sichern. Leopold Hofstetter: „Wenn ein Wirtschaften aufgrund der Einkommenssituation (öffentliche Gelder, agrarisches Einkommen) ohne Kredite nicht mehr möglich ist, muss der Betrieb aufgegeben werden.“
Fixkosten zu sparen ist für jeden erfolgreichen Betrieb das Um und Auf. Die Familie Hofstetter borgt daher auch Maschinen aus und nimmt Leistungen des Maschinenrings in Anspruch. Betriebsmittel wie Dünger und Pflanzenschutzmittel werden nur bei Bedarf eingesetzt. Gedüngt wird nur nach Bodenuntersuchungen, und Pflanzenschutzmittel werden je nach Bodenstruktur, Humusgehalt und Wetterverhältnissen verwendet. Um möglichst effizient zu wirtschaften, achtet die Familie Hofstetter auf gezielte Fruchtfolgen, dem Standort angepasstes Saatgut, eine adäquate Bodenbearbeitung, gezielte Düngung und geeigneten Pflanzenschutz.
Gerlinde und Leopold Hofstetter besuchen auch Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, um neue Erkenntnisse im Bereich Ackerbau zu gewinnen bzw. mit Kolleginnen und Kollegen Erfahrungen auszutauschen.
Im August sowie im Oktober und November kommt es zu Arbeitsspitzen, für die manchmal auch Urlaub genommen werden muss. An Sonntagen wird, wenn möglich, nicht für die Landwirtschaft gearbeitet. In der Freizeit gehen Gerlinde und Leopold Hofstetter ihren Hobbys Rennrad- und Mountainbikefahren, Schifahren, Lesen, Wandern und Tanzen nach. Leopold Hofstetter kocht sehr gerne und ist Jäger (Hundeführer und Jagdhornbläser) bei der örtlichen Jagdgesellschaft.

Agrar.Preis 2011
Betriebsdaten
- 43 ha mit Ackerflächen und Wald im Nebenerwerb
- Arbeitsintensive Tätigkeiten (z. B. Weinbau) großteils ausgelagert
- Bewirtschaftung des Betriebes, solange keine Schulden gemacht werden müssen und der Arbeitsaufwand nicht steigt

 

Der Preis wurde vom "Fortschrittlichen Landwirt" gesponsert!

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