LAG Holzwelt Murau: Vorbild für Klimaschutz-Experten

Holzwelt Murau als Vorbild für Klimaschutz-Experten: Experten der Klimaschutz-Initiative R20 haben sich in der Holzwelt Murau von deren Klimaschutzprojekten überzeugt.

Der Bezirk deckt seinen Energiebedarf weitgehend aus umweltfreundlicher Produktion.
35 Teilnehmer der R20-Klimaschutzkonferenz sind dieser Tage nach Murau gekommen. Sie wurden mit 12 Elektroautos in die Region gebracht. Bei dieser weltweiten Initiative, heuer in Paris und Wien, geht es darum, Vorzeigeregionen zu präsentieren und für eine internationale Nachahmung zu empfehlen.
Stromerzeugung von über 100 Prozent
Murau ist diesmal das offiziell ausgewählte und exklusive Vorzeigeprojekt. Für die Energieregion eine ganz besondere Auszeichnung, so Harald Kraxner von der Holzwelt Murau: „Man ist wirklich sehr stolz darauf. Wir sind bei der Stromversorgung schon autark. Wir haben über 100 Prozent Stromerzeugung erreicht. Bei der Wärmeabdeckung liegen wir in der Holzwelt Murau mit den erneuerbaren Energieträgern bei 70 Prozent, da sind wir österreichweit Spitzenreiter, was einen gesamten Bezirk angeht.“
Optimale Ressourcennutzung
Erreicht wird das mit vielen Einzelprojekten, die die Konferenzteilnehmer besichtigt haben: die Bio-Nahwärme Murau etwa, in der mit Biomasse Strom und Wärme erzeugt werden. Besichtigt wurden auch die Neumarkter Fernwärme mit Holzvergasung und Photovoltaik, der Biomassehof der Naturwärme St. Lambrecht, das Murkraftwerk in Murau und die Brauerei Murau, die ihren kompletten Prozess- und Raumwärmebedarf von Öl auf Biomasse umgestellt hat.
Das sind alles Aktivitäten, die die Experten sichtlich beeindruckt haben: „Ich habe schon mehr gesehen auf der Welt, aber das ist wirkliche Spitze hier“, so Wolfgang J. Pucher. Sandra Falkner lobte die optimale Ressourcennutzung: „Auch andere Regionen sollten davon profitieren.“

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